„Er hätte halt was zu reden mit uns,“ gab die Hausmutter bei.

„Hätt’s gar mit dem Franzel was? Sollt’ er nit brav lernen?“

„Mit dem Franzel hat’s nichts.“

Weiter fragte der Adam nicht. War still und sprach nichts mehr vom Schullehrer. Und als die Barbel über den Hof ging zum Brunnen, und den Krug unter den Quell hielt und träumend vor sich hinblickte, bis er voll war und überging, und sie immer noch so dastand, da schaute der Vater auf sie und rief ihr endlich zu: „Barbel! Mach, mach! ’s geht ja schon über!“

Da schrak sie auf, nahm den Krug und ging schnell ins Haus hinein.

Der Adam fährt mit dem Pflug auf die Brache, vergißt manchmal die Ochsen anzutreiben, steht da und schüttelt den Kopf.

Die Hausmutter ist schon am frühen Morgen dran, Tag für Tag, den Tisch, die Bänke zu scheuern, die Fenster zu klären mit feuchtem Lappen und zu achten, daß kein Splitterchen und kein Strohhalm auf dem Fußboden liegt. So oft der Bismarck anschlägt draußen auf dem Anger, fährt sie ans Fenster. Das einemal steigt ein Bettelmann daher, das anderemal ein Nachbarsdirndel, das drittemal ein Hausierer — aber der Rechte ist es nicht und ist es immer nicht. So sind die ersten Tage der Woche vergangen, so sind die letzten Tage vergangen — und er kommt nicht. Die Barbel geht manchmal über den Rain hin, hält die Hand vor das Auge und schaut in die sonnige Welt hinaus. In der Ferne ist ein Läuten. Hummeln summen an den Kirschbäumen herum, wo im grünen Laub an langen Stengeln die roten Kirschlein leuchten. — Plötzlich jauchzt das Mädel auf.

Kommt er?