„Ich bekomm’ fünfe!“
„Hol’s der Teufel. Da hast den Bettel. Schuft!“
„Schuft? Nachher gieb mir einen sechsten Gulden.“
„Dem Henker bist du zu schlecht!“
„Dann bekomm’ ich noch den siebenten. Mein Lieber, mit mir mußt du höflicher sein. Ich hab’ dich am Strick.“ —
Und als Schlußtableau siehe die Mutter dieser Tochter, die Herrin dieser Knechte — die Kulmbockhoferin.
Das ist noch ein erklecklicher Brocken. Nachblüte! Nur schade, daß sie immer so schwitzt. Kornmahlen kann sie und da ging sie eines Tages zur Mühle hinab. Ich habe ihr das Kornbündel nachtragen müssen.
„Du bist ja wolter stark, Hansel!“ sagt sie dann in der Mühle. „Du mußt mir nachher helfen. Magst?“
Sie richtet die Mühle an. Die Räder klappern, aus dem Mehlkasten fliegt der weiße Staub und schminkt die Wangen, daß sie nicht erröten können.
„Hast mich verstanden?“ lacht sie mir schnurgerade ins Gesicht. „Helfen sollst mir!“