„So sauber!“ sagte der Kulmbock. „Am Ende bös auch noch sein!“

„Bös! Was soll denn ich bös sein!“ hierauf wieder der meinige und warf die Arme auseinander. „Kann mich ja g’freuen! Kann mich ja g’freuen. Aber thun thu ich’s nit. Mein Lebtag nit!“

Er setzte sich auf den Holzblock in den Herdwinkel und hub an, schwer zu atmen.

„Mein Gott, er hat ihn schon wieder!“ jammerte die Hausmutter. „Wenn er halt in die Hitz’ kommt, da hat er gleich den Lungendampf. Es ist wohl ein heiliges Elend auf der Welt!“ Hernach vertraulich zu den Abgesandten: „’s wird ja eh nit auf der Stell’ sein müssen, daß er zusagt. Laßt’s nur Zeit ein paar Tag. Er wird’s überlegen. — Gelt, Vater, du wirst es überlegen?“

Der hatte jetzt ausschließlich mit dem Atmen zu thun. „’s ist halt ein Kreuz, wenn ein Mensch so krank ist!“ bedauerte der Kulmbock. Die Männer wünschten ihm baldige Besserung und wollten in zwei Tagen wiederkommen.

Als sie fort waren, bereitete die Hausmutter das Hexenkraut. Und als die Atemnot hierauf nachgelassen hatte, begann sie ihn zu bearbeiten. Weil er selber nichts aus sich zu machen weiß, so muß halt sie wieder einmal anschieben. Man hat ihnen gerade gern zugehört.

„Müßtest wohl ein Lapp sein, wenn du so was thätest ausschlagen?“ sagte sie zum Hausvater.

„Jawohl,“ entgegnete er, „das kunnt sauber werden! Kunntst du gleich alleweil hinter mir stehen mit dem Kraut, im Landtag, wenn mich beim Reden der Lungendampf anpackt.“

„Geh, wird nit so hitzig werden mit dem Reden. Wo die meisten Landboten, wie man hört, die ganz’ Wochen lang dasitzen wie die Stummerln. Wirst grad du dich strappazieren.“