„Ist ein Leutverdummer!“ bemerkte hierüber der Fremde. „Hätten die Leute rechtzeitig solche Bücher verbrannt, so wären sie selber nicht verbrannt worden, verstanden das? Jetzt ist eine andere Zeit und der Bratspieß wird umgekehrt. Aber zusammenhalten heißt’s, Leute! Dann sind wir die Stärkeren und erreichen alles, was wir wollen. Wenn der ungeheuere Reichtum, den die Arbeiter geschaffen haben, verteilt wird, dann giebt’s keine Armen mehr. Werdet es schon finden in diesen Schriften alsdann, steht alles drin. Aber solidarisch müssen wir sein!“

„Und ich sag’,“ rief der Schustermeister aus, „so lang wir soldatisch sind, wird’s nit besser!“

„Nicht soldatisch habe ich gesagt, Stockfisch! Solidarisch habe ich gesagt, alsdann das heißt so viel als gemeinsam. Einer für alle und alle für einen, wenn’s zum Herrenerschlagen kommt!“

„Was hat er gesagt?“ fragte der immer mehr erregte Einleger hinter dem Herd.

„Hörst es nit? Hörst es denn nit?“ entgegnete ihm die Alte, ihre Äuglein wurden scharf wie Geieraugen.

„Das Handwerk wird wieder einen goldenen Boden bekommen!“ fuhr der Schlosser fort.

„Bravo!“ rief der Schustermeister.

„Meister und Geselle sollen gleich sein!“

„Bravo!“ rief der Schustergeselle.

„Und der Lehrling soll wie der Geselle sein!“