Ein Bauernknecht schlich heran, walkte den Hut mit beiden Händen und flüsterte: „Wenn’s d’rauf ankommt, Hochwürden, so brauch’ ich gar Keine, aber zum Waschen und Flicken muß Einer wen haben. Und halt auch, daß Einer, der kein’ Vater und kein’ Mutter und kein’ Geschwister nit hat, daß er immereinmal doch gern ein Eichtel plaudern wollt’ mit einem Menschen und gern wen mögen wollt’, der ihn ein bissel lieb thät haben.“

Ein alter Bartstrupp humpelte vor: „Und ich auch, Hochwürden, möcht’ mich halt bessern. Meine Liebschaft ist auch nichts nutz.“

„Ihr seid ja verheiratet,“ sagte der Pfarrer.

„Das wohl, aber meine Alte, die ist Euch häßlich wie die Nacht und bös wie eine wilde Katz’, und Branntwein saufen thut sie wie ein Loch und fluchen thut sie wie ein Husar. Mit so Einer zu leben, das wird sicherlich eine Todsünd sein.“

„Geht mir weg, Ihr seid ein Lästerer!“ rief der Seelsorger.

Torkelte der Alte gegen die Thüre.

Ein Anderer trat hervor: „Ich hab’ Zwei, aber ich bring’ sie nit weg, ehvor ich sie nicht bezahlt hab’, was ihnen gebührt. Aber...“ weil der Pfarrer eine gar finstere Miene machte, „ich nehm ’s Geld schon zu leih’n.“

„Ich hab’ meiner Tag keine Weibsleut mögen!“ krähte ein gelbes Runzelgesicht aus der Menge hervor, „aber weil ich jetzt hör’, daß die Sach’ gar so groß Sünd’ ist, so kunnt Eins schier neugierig werden.“

„Na, na, unser Herr Pfarrer hat Recht, es muß eine Veränderung geschehen,“ sagten Mehrere.