Darauf, wie sie den Vater sucht, daß sie ihm’s sagte, sie wäre bereit, findet sie ihn unten im Keller. Hat von der Pippe des größten Fasses das Amtssiegel herabgerissen.
„Aber um der Heiligen willen, Vater, was treibt Ihr denn?“
„Trinken.“
„Da sperren sie Euch ja ein!“
„Deß’ will ich mich früher ersäufen.“
Nun sagte sie’s, sie wolle den Seizmüller nehmen
Darauf trank er erst recht.
Keine Zeit war zu verlieren, denn die Gant des Wiesenwirthshauses war ausgeschrieben. Am nächsten Tage wurde die Walpa Braut des Seizmüller. Der Bräutigam lachte viel und zeigte, daß er gemüthlich sein könne. Allsogleich kaufte er ihr im nächsten Städtchen Stoff für ein goldgelbes Kleid und eine hochaufgebauschte Haube mit feuerrothen Bändern, wie sich’s für eine Frau Müllerin wohl geziemt. Aber Walpa dachte, wenn ich diesen Anzug muß tragen, so zeigen die Leute mit Fingern auf mich.
Noch in den letzten Tagen vor der Hochzeit ging Walpa zu ihren Bekannten um, und fragte, wie sie denn dran sei, ob sie den Müller doch nehmen solle? Die Allermeisten riethen dazu, und die ihr davon abredeten, von denen sagten wieder Andere: „Geh, geh, wenn man auf so Leute Reden losen wollt’! Die wissen gegen Jeden was, wenn er heiratet, das ist schon so der Brauch. Aber wenn Du nachher allein dastehst und Hilf’ brauchst, helfen thun s’ Dir nicht.“