„’s geht nicht recht her.“
„Am Ende hat sie ihn umgebracht,“ warf Einer ein.
Sie konnte es gehört haben, that aber nichts desgleichen.
Da stellte sich Einer vor sie hin und rief: „Du, Müllerin, viel wett’ ich nicht, Du hast was angestellt!“
„Ich?“ versetzte sie mit den Augen zuckend, „was kann ich denn angestellt haben?“
„Wird sich weisen!“
Spät Abends kamen Aerzte und Herren vom Gericht. Sie sahen zuerst die Leiche des Müllers und beschrieben, wie sie lag hinter der Thür. Sie sagten: „Es läßt sich ziemlich sicher constatiren, daß er eines natürlichen Todes nicht gestorben ist.“ Die Herren vom Gericht gaben Weisung, daß sofort das Haus bewacht werden solle, so daß Niemand dasselbe verlassen könne. Hierauf stellten sie eine Bank mitten in der Mühle auf, legten die Leiche auf dieselbe hin und ließen mehrere Spanlunten anzünden. Frisch mit dem Messer machten sie sich daran. Ziemlich wortkarg ging die Arbeit vor sich, nur manchmal ein kurzes Gemurmel, ein verständnißvoller Blick.
Nach kaum einer Stunde war der zerrissene Körper mit einem weißen Tuche bedeckt.
Die Herren begaben sich — es war schon Mitternacht — in die Stube der Müllerin. Diese lag angekleidet auf dem Bette und barg ihr Gesicht in das Kissen. Man rüttelte sie auf. Sie strich sich mit Hast die Haare aus der Stirne und starrte den fremden Männern in’s Gesicht.