„Wo Du mir die Liebschaft mit dem Holzmeisterfranzl abgeredet hast —“

„Weil er leichtsinnig ist und sein Lebtag Weib und Kind nicht ernähren kann.“

„Du hast damals gesagt, daß Du meine alte Mutter unterstützen wolltest.“

„Das thue ich, weil sie eine arme Frau ist.“

„Michael, Du hast gesagt, daß Du heiraten wollest, und daß Dir kein Mädchen zu arm und zu gering sei —“

„Das hab’ ich nicht vonnöthen, ich schau nur auf die Bravheit.“

„Und daß Du redlich seiest und keine betrügen wollest!“

„Das hab’ ich gesagt und gehalten.“

„Aber Du hast mich an der Hand genommen, an Deine Brust gedrückt, und ich habe den Franzl fahren lassen, und hab’ Keinen mehr angeschaut, und hab’ gearbeitet im Taglohn, und bin brav gewesen, und nur an Dich hab’ ich gedacht. — Michael, Du bist ein Falscher, hast mich betrogen. Der Teufel soll in Deine Maria fahren!“

Die Greth lief davon, sie war wild anzusehen; sie ballte die Fäuste gegen den Bräutigam, und als sie hinauf kam zum Waldrande, warf sie sich in den Schnee, und schlug mit den Händen um sich, daß der dichte, weiße Staub auseinanderstob nach allen Seiten.