Der Mann horchte auf. „Verbrannt hat er sich? Was geht denn der Narr zum Feuer! Nu, wegen mir magst in’s Dorf gehen, hab’ nichts dagegen wegen ein, zwei Stunden, aber fahren kann ich nicht, das Roß ist auf der Weid’.“

Dabei nahm der Bauer Stein und Schwamm heraus und schlug sich Feuer.

Die Pfeife zwischen den Vorderzähnen, fragte er dann die rathlose Magd: „Wo liegt er denn?“

Diese schluchzte in die Schürze und entgegnete: „Dort, wo das Feuer ausgeloschen ist.“ Dann trocknete sie sich die Augen und eilte gegen das Dorf.

Im Dorfe war noch große Verwirrung. Da standen im Freien Kästen, Schränke und anderes Geräthe, und die Leute gingen zwischen den Dingen hin und her und sprachen laut und schnell mit einander und lachten. Sie schafften nun die Sachen wieder in die Häuser; die Feuersgefahr war ja vorüber.

Als der Arzt und Caplan im Chorrocke durch den Wald hinabstiegen und Genovefa mit dem Licht in der Laterne vorausging, kam ihnen Gertraud, die Dienstgefährtin der Genovefa, entgegen. Sie hatte den Verunglückten gesucht, aber nicht gefunden und schloß sich nun den drei Menschen an. Als sie schon eine Weile durch den hohen, finsteren Wald hinab gegangen waren und nun gegen die Lichtung kamen, wo das Gebrände anfing, blieb Genovefa stehen und war im Begriffe, ihrer Gefährtin die Laterne zu geben, aber sie schloß den Henkel fester in die Hand und ging noch einige Schritte weiter.

Plötzlich standen sie vor dem alten Knecht. Aber er war todt. Er lag auf dem Angesichte und um ihn herum war das Moos aufgewühlt.

Der Arzt untersuchte die Leiche und sagte dann halblaut zum Priester: „Der Mann hat viel gelitten!“ Dann gingen die zwei Männer wieder durch den Wald hinauf gegen das Dorf.

Genovefa und Gertraud hatten lange vor dem Todten gekniet und gebetet. Die Mittagssonne blitzte durch die hohen Baumkronen nieder und von Zeit zu Zeit hörte man einen Vogel zwitschern. Endlich flochten die Mägde zwei Aeste ineinander, legten den Gregor darauf und trugen ihn gegen den Grübnerhof.