„Ja freilich,“ versetzte er, „frische Luft ist gesund!“
So saßen sie, stets sich liebeinig aneinander schmiegend, erquickten sich an dem frischen Hauche, der von den waldigen Höhen strich und sahen, gedankenlos vielleicht, den lebhaft zwitschernden Schwalben zu, an deren eifrigem Umherschießen nicht zu erkennen war, bauten sie zu dieser Spätsommerszeit an einem zweiten Neste, oder bereiteten sie sich zum Abzuge.
„Jetzt hat’s mir aber in der Brust einen Stich gegeben!“ sagte der Sandhauser plötzlich.
„Jesus Maria!“ rief die Frieda und sah ihn angstvoll an. Er saß ein paar Augenblicke unbeweglich, holte tief Athem und sagte: „Ist schon wieder gut.“
„Gehen wir in’s Haus hinein,“ sprach das junge Weib.
Der Blasi erhob sich langsam und sie gingen in das Haus.
Die Frieda gab dem Hammerl-Hans ein freundliches „Dank Euch Gott!“ So machte sich der Alte auf den Weg und sah noch mehrmals zurück auf den Bau, in welchem ein Glück sich eingenistet hatte, wie er es sein Lebtag bislang nicht gesehen. Als er auf der Anhöhe stand, wo man das letztemal zurücksieht auf das blinkende Schindeldach des Sandhauses, hob der Hans seine rechte Hand und murmelte: „Ich mach’ das Kreuz über Dich!“
Dann ging er davon in der Abendkühle und vergaß sein Pfeifchen anzuzünden, das er im Munde trug.
Der Blasi war mehrmals langsam durch’s Haus geschritten, war zuweilen stehen geblieben und hatte mit einer gewissen Behutsamkeit Athem geholt.