„Na, eben d’rum. Und das thät’ die Sünd’ sein. Ich hab’ nichts, und ich denk’, Du hast auch nicht viel mehr. Auf den Bettelstab heiraten!“

„Ich hab’ mein Handwerk gelernt und weiß von keinem Bettelstab.“

„Wie der Will! Aber kein Jurament leg’ mir nicht ab, wo Du noch nicht weißt, was Du halten kannst. Magst ja sagen, was Du willst, nur den Herrgott mach’ Dir nicht zum Feind!“

„Wär’ doch kein rechtes Jurament gewesen,“ meinte der Bursche, „dazu gehören Kerzenlichter und ein Crucifix.“

„Freilich, die Kerzenlichter sind dem Wachszieher allemal das Wichtigste. Ich bin halt anderer Meinung: Ein Wort gehört dazu und ein Crucifix. Das Crucifix, mußt wissen, Franz, das hast nicht weit zu suchen. Dort steht ein Tannenbaum, schau’ ihn an, er steht schnurgerad’ zum Himmel auf und reckt die Arm’ kreuzweis auseinander. Willst noch ein Licht dazu, dort brennt schon ein Sternlein am Firmament.“

„Dirndl, Du bist aber schon gar!“

„Hast mich gleich gern, Du herzensguter Bub’, so rufe desweg’ nicht Gott an; er hört es schnell und schreibt Dein Wort ’leicht mit dem Blitzstrahl an’s Firmament. Wer löscht es aus?“

„Stehen soll’s bleiben!“

„Ja, wenn der Mensch allemal Herr wär’ über sich selber! Ihr Mannsleut’ seid es am wenigsten. — Franz, nur den Herrgott mach’ Dir nicht zum Feind!“