„Ja,“ rief die durch den Brief entzückte Gretl, „der Schwanenwirth-Christl ihrer —“

„Dirn!“ rollte jetzt die Stimme des Alten dazwischen wie ein niederstürzender Eisenklumpen. Da sah die gute Gretl Alles verrathen, verloren. Still war’s, nur der Blasebalg pfauchte.

„Er hat mir’s versprochen,“ hauchte das Mädchen, ihre Finger ineinanderhäkelnd und sehr laut, „’s Heiraten hat er mir versprochen und es hat so sein müssen, weil der Herr Pfarrer hat predigt, die Ehen werden im Himmel geschlossen.“

„Ja, und die Thorheiten auf Erden begangen. Heiraten! Und einen Habenichts vom Militär! Hörst, Einer, der einmal den Tornister auf dem Buckel trägt, gewöhnt sich den Höcker nicht mehr ab, hängt, hat er sonst nichts, den Bettelsack um.“

„’s schickt sich nicht, daß ich was red’, Vatermann, aber mich deucht halt, rechtschaffen fleißig bei der Arbeit wär’ der Hansl, rechtschaffen fleißig und brav; thut nicht trinken und nicht spielen; kann schreiben wie der Herr Verwalter und thut manigsmal gern in den Büchern lesen —“

„Ja, in solchen ’leicht, wo man die Blätter mit dem Knie umwendet. Marsch in Deinen Stall, Dirn! — Mein Lebtag hab’ ich noch kein Mädl gesehen, das Einen heiraten will, der gar nicht da ist. — Kommt der Hans heim und er red’t noch wie heut’, und Du hast ein’ ehrliche Frag’ — ich halt Dich nit auf. Jetzt weg mit dem Wisch da, den brauch’ ich nit!“

Glückselig erfaßte sie das Papier und seine Hand zu Dank und eilte ihrem Hofe zu.

Am nächsten Sonntag besorgte der Vatermann das Antwortsschreiben in ihrem Namen:

„Lieber Hans!