„Soll ich Euer Gnaden nach der neuesten Façon etwa die Locken auch vorn glatt scheeren?“

„Pfui Teufel, so geschmacklos!“

„Ich dächte, Fieschi?“

„Aber nein, sag’ ich, blos stutzen!“

„Dann bitte ich vielmals um Entschuldigung, Euer Gnaden, es geschah im Eifer der Unterhaltung, ich hab’ Euer Gnaden ganz glatt geschoren.“

Ich sprang auf, blickte in den Spiegel, taumelte zurück — Gott im Himmel, das war nicht geschoren, das war ja förmlich rasirt!

Was war zu machen? Ich klagte nicht, ich fluchte nicht — in stiller Resignation verließ ich das Haus und der Hut sank mir tief in die Stirne.

Die Herren, bei denen ich meine Aufwartung machte, verwanden es; doch, wo ich Damen vorgestellt wurde, da gab es in einemfort zu lachen; da wurde der Hund oder der Vogel oder die Katze, oder was Anderes vorgeschützt, das so „urkomisch“ sei, aber ich wußte wohl, daß es der geschorene Chinese war, der das Zwerchfell so unwiderstehlich reizte.

Ich suchte nach beruhigenden Gedanken: für den Sommer ist’s am Ende ja praktisch so, und bis der Winter kommt, ist Alles wieder ausgeglichen; also nur kein graues Haar wachsen lassen, es wird schon noch dunkelbraunes kommen!