Sofort durchzog ich wieder mit lustigem Gemüthe die Stadt, bestieg den Stefansthurm, besuchte einige Galerien und verschaffte mir eine Eintrittskarte in das Opernhaus.

Gegen Abend begab ich mich in mein Uhrmachergeschäft. Malchen war wieder da und rieb Gehäuse und Silberketten blank; am Pulte saß ein mürrisch aussehender alter Mann und feilte an einem Messingdraht.

„Wünschen?“ fragte mich das Mädchen, als ich eingetreten war.

„Vielleicht meine Uhr schon fertig?“

„Haben Sie die Güte — die Marke!“

„Fräulein verabreichten mir keine, als ich gestern die Uhr da ließ.“

„Werden entschuldigen, mein Herr, bei uns ließen Sie keine Uhr!“

„O gewiß, mein Fräulein, Sie werden sich noch erinnern, es war schon spät, kurz vor der Sperrstunde, als ich sie brachte.“

„Es war wohl ein Herr da, der mir eine silberne Cylinder übergab.“

„Ja, ja, das war ich.“