»Den Spieß umkehren! Auch gut!« rief der Hauptmann seiner nicht mehr mächtig. »Kuppler!«

Der Leutnant schoß auf dieses Wort wie von einer Feder geschleudert in die Luft. In demselben Augenblicke erhoben sich vor dem Hause fröhliche Stimmen. Die Touristen waren da. Keine allzugroße Müdigkeit sah man ihnen an, sie waren fröhlich und die junge Frau Hauptmännin war trotz der Schäden, die sie an ihrer Kleidung trug, lustig bis an die Grenze der Ausgelassenheit. Die jungen Herren verabschiedeten sich vor der Tür von der Frau, die sie noch an ein Versprechen erinnerte, bei einer nächsten Partie wieder ihre Kameraden zu sein.

Warum gehen sie heute nicht ins Haus, die jungen Herren? Warum treten sie ihm heute nicht unter die Augen?

Hauptmann Fortner hatte sich zurückgezogen auf seine Stube, er hätte es gerne gesehen, wie sich seine Frau beim Wiedersehen des Kindes benahm, er hätte gerne erfahren, ob sie nicht Ungeduld habe, den Gatten zu begrüßen. Sie kam aber nicht, sie zog in ihrem Gemache das zerfahrene Gewand aus, sie zog einen Sonntagsstaat an und machte sorgfältig Putz. Endlich hielt er es nicht mehr aus, er trat bei ihr ein und fragte kurz: »Was wird denn heute noch sein?«

»Warum?« fragte sie, wie über seine Frage befremdet.

»Bekommen wir Besuch, oder machst du welchen?«

»Ah, du meinst, weil ich ein frisches Kleid angezogen habe? Mein Gott, soll ich nicht mehr ein anständiges Gewand am Leibe tragen?«

Trotzig? Wie? Auch die dreht den Spieß um, dachte der Hauptmann, aber das wird mich nicht irremachen.

»Emma,« sagte er mit Aufwand aller Fassung, »du scheinst von mir Vorwürfe zu befürchten, weil du mir mit den deinen zuvorkommen willst.«

Alsogleich richtete sie sich auf und fragte: »Wieso?«