Nach diesen Worten machte er sich eilends davon.

Der Doktor brach schier zusammen an seinem Tische, als wäre ihm weiß was Leides widerfahren. Ein Sturm von Küssen ging nieder auf das kleine Bild. – Der Arme hatte schon lange nicht mehr geweint, nicht mehr weinen können; er hielt das Weinen nur für ein Vorrecht der Kinder, für eine Gnade der Glücklichen. Jetzt war auch er dieser Gnade teilhaft geworden. Was ihm das Christkind bescheren wird – es ist leicht zu erraten.

Und als er ruhig geworden war, machte er sich daran und schrieb das Weihnachts-Feuilleton über die Menschenliebe.

Um solchen Preis hätte ich's auch getan.


Wie ein steirischer Schullehrer
die Schlußvorstellung des Burgtheaters besucht hat.

Vor Jahren erhielt ich von meinem alten Freunde, dem Schullehrer zu Oberschachen, einen Schreibebrief, der sich auf ein öffentliches Ereignis in Wien bezog und vielleicht noch immer ein wenig innern dürfte.

Der Brief lautet:

»Lieber Freund!