»Das ist der deinige,« sagte Richard. »Von Brest mit Eisenbahn nach Hamburg.«

»Nach Brest also. Abfahrt jeden Mittwoch mittags zwölf Uhr. – Mittwoch, das ist ja heute!«

»Und zwölf Uhr ist es in zwanzig Minuten. Unsere Schiffe gehen im gleichen Augenblicke ab.«

»Das ist ja ausgezeichnet!« rief Herbert. Er lief ins nahegelegene Hotel Imperatore, um seine Sachen zu holen, seine Rechnung zu begleichen, und eine Viertelstunde später trafen sich die beiden Freunde am Molo. In demselben Augenblick schrillten die Schiffsglocken.

»Brest!« rief Herbert zum Gepäckträger, und dieser eilte dem großen schwarzen Dampfer zu, der links am Molo lag und schwarze Rauchdrubel aus dem Kaminrohre stieß. Gerade gegenüber rechts am Molo lag der Dampfer »Neuyork«. Es rasselten schon die Ketten, um die Brücke aufzuziehen.

»Leb' wohl, Herbert. Es wird nicht so schlimm sein. Gib mir gute Nachricht.«

»Leb' wohl, grüße mir deine Braut.«

»Auf Wiedersehen!«

Ein rascher Händedruck, denn es schrillten die Dampfpfeifen. In großen Sprüngen eilte jeder zu seinem Schiffe. Kaum war Herbert, die Hand eines Matrosen mußte ihn fassen, auf seinem Dampfer, da rollte es, der Koloß zitterte und begann sich sachte zu bewegen.