»Aber, das wirst du doch nicht zulassen!«
»Ja, glaubst du denn, ich werde mich nennen und bekennen?«
»Mein lieber Alfons, das wirst du allerdings müssen.«
»Du kennst doch meinen Alten. Der würde mich enterben. Was sage ich, enterben. Ermorden! Wenigstens träfe ihn der Schlag.«
»Dein Vater mag zwar ein bißchen so etwas sein, wie ein Moralphilister. – Du verzeihst schon. Aber ich halte ihn auch für einen anständigen Mann – du verzeihst abermals. Das Kind seines Sohnes wird er nicht verderben lassen. Ist es ein Knabe?«
»Natürlich! Aber daß ich den Alten in die Geschichte einweihe, das ist ganz ausgeschlossen. Wenn ich nur Geld hätte, dann ließe sich's leicht machen.«
»Setzt er dir immer noch bloß zwanzig Kronen aus, monatlich?«
»Könnte ich mir ein Automobil halten oder wenigstens ein Reitpferd, wie andere unserer Sippe, ich hätte mich nie nach dieser Richtung hin so weit verloren. Ich habe schon gedacht, ob ich jetzt nicht die Reise nach England machen sollte, wie es mein Alter wünscht. Natürlich hielte ich mich die Zeit über bei einem guten Freunde verborgen und mit dem Gelde wäre das Kind für eine Weile versorgt. Was meinst du?«
Als die beiden Männer langsam weiter gingen, sagte der Richter in einem etwas singenden Tone: »Ja, ja. So machen sie's alle. Fast alle. Ist die eine Dummheit vollbracht, dann machen sie die zweite. Aber es ist ja gar nicht nötig, Alfons, daß du deines Kindes wegen ein Schwindler wirst. Es wird auch so gedeihen. Hat es schon einen Vormund?«