Jetzt ereignete es sich aber, daß der Bursche kerzengerade vor ihm stehen blieb, daß er mit den blonden Wimpern zuckte und trutzig das Wort sagte: »So ist es doch wahr …«
Der Fürst ging mit raschen Schritten dahin, der Bursche eilte ihm nach, glühend und bebend vor Aufregung rief er gellend: »Nachher setzt's was, gnädiger Herr! Die Hedwig laß ich nimmer, und wenn's meinen Kopf kostet.«
Der Herr wandte sich noch einmal um und schaute sich das im Liebeswahnsinn brennende Menschenkind an.
»Wer mir das Mädel untreu macht,« rief der Bursch, die Fäuste ballte er, »da setzt's was! Ich bin auch nicht allein. Ich hab' Kameraden!«
Warf die Fischlagel zu Boden und sprang durch das Strauchwerk davon.
– Erzfürst Othmar! Klang das nicht wie eine Kriegserklärung?
Noch an demselben Tage, als die unerhörte Drohung gefallen war unten am Wasser, beschied der Fürst den Forst-, Jagd- und Fischermeister Jonathan zu sich und sprach mit diesem seinem Agrikulturminister längere Zeit. Er befragte ihn über die allgemeine Aufführung des Fischerjungen Winard.
»Keine Klage,« antwortete der Forstmeister. »Soweit brav, aber ein Hitzkopf. Vor etlichen Wochen drei Tage lang im Kotter gebrummt. Raufhändel, Liebesgeschichten.«
»Man nehme ihn zu den Soldaten.«