Sein Lied ist es, das weist uns die Bahn:
Ans Vaterland, Bürger, schließ dich an,
Bleib treu deinem Lande und Blute!
Dann deutet er mahnend himmelwärts:
Nicht an die Güter hänge dein Herz!
Häng es allein an das Gute!
Sein Lied ist es, der wonnige Hall:
Die Tugend, sie ist kein leerer Schall,
Der Mensch kann sie üben im Leben! —
Und was die innere Stimme spricht,
Das täuscht die hoffende Seele nicht
In ihrem heiligen Streben. —
O Dichterkönig! Du ließest zurück
Ein Gut, der Deutschen Stolz und Glück,
Ein flammendes Gotteszeichen;
Das Erbe der Nibelungen und
Die Schätze all in Kyffhäusers Grund
Sind nicht damit zu vergleichen.
So schließen wir heute zur Weihestund'
Des Dichtererbes den treuen Bund
Auf allen unseren Wegen:
In Güte treu, in Frieden frei,
Ein einzig Volk von Brüdern sei
Des deutschen Dichters Segen!
[Ruf zur Hilfe]
bei einer Elementarkatastrophe in Steiermark.
Hört ihr den Ruf erschallen?
Der Charitas Gesang.
Seht ihr die Menschen wallen
Die Straßen froh entlang?
Sie ziehen, traun, dem Rufe nach,
Durch Täler, über Berg und Bach,
Dem Weihesang zu lauschen.
Die Tannenwälder rauschen —
Es wogt der blaue See,
Und Minnelaute tauschen
Das Böcklein und das Reh.
Es schwillt und knospet Trieb um Trieb,
Es blüht die heilige Bruderlieb'
Im schönen Lande Steier.
Wie ernst ist unsere Feier! —
Des Schicksals dunkle Hand
Senkt nieder grause Schleier
Mit Sturm und Blitzesbrand.
Des Landmanns Haus und Feldeshab'
Verwandelt sich zum Wüstengrab. —
Gehört das auch zum Feste?