[Ruh' im Walde.]

In der Berge Falten tief geschmiegt
Und gewickelt in den weichen Wald,
Wie das Kindlein in der Wiege liegt,
Ist mein liebster Aufenthalt.

Wie die Mutter sang, so singt der Bach,
Und in Wipfeln muntre Vögelein
Rufen mir der Jugend Märchen wach,
Singen mich zum Schlummer ein.

Von den Kronen wehen Blütenreigen,
Decken mich im kühlen Schatten zu,
Und ein Engel flüstert's allen Zweigen:
Leise rauschet seiner Ruh!

Laß mich einstens, Götterlieblingssohn,
Finden in der Waldesruh mein Ziel,
Kränz mir dort die Stirn, anstatt mit Mohn,
Mit dem heiligen Asphodil.

[Wollte heim in meine Berge.]

Wollte heim in meine Berge,
Um den Frieden zu umfassen,
Den ich weltlusttrunken einst im
Grünen Wald zurückgelassen.

Gab ihn einem muntren Vöglein
In Verwahrung, bis ich käme,
Und den süßen Jugendfrieden
Wieder an den Busen nähme.

Hab' mit meinem heißen Herzen
Ruhlos nun den Wald durchzogen.
Doch das liebe muntre Vöglein
Ist schon längst davongeflogen.