Vertrau ihm nicht,
Wenn es zu bunt
In fremder Pracht will blühen voll.
Ein echtes Herz
Darf funkeln nicht,
Muß tief und still erglühen wohl.
[Deine schönen Augen.]
*
Oh nichts gibt es auf Erden,
Was mich so sehr entzückt,
Als deine schönen Augen,
Seit sie mich angeblickt.
Sie sind meine Himmelssterne,
Die ich so selig schau;
Sie sind mein Sonnenschein;
Sie sind mein Morgentau;
Sie sind meine Frühlingsblumen;
Sie sind mein Alpensee,
Wo mein Schifflein schaukelt,
Und wo ich untergeh'.
[Zur Rosenblühzeit.]
Noch nie ein so wüster April, wie dies Jahr.
Und nie ein so holder Mai.
Und nie im Wandern so stolz ich war,
So königlich fessellos frei.
Wie weit bleibt alles zurück, wie weit,
Was sonst mich bekümmert, beschwert.
Zur Rosenblühzeit, zur Rosenblühzeit
Ist es nicht des Umschauens wert.
Das Haupt blüht weiß, die Wange blüht rot,
Das Herz aller Freuden voll!
Ich frag' mit dem Dichter fast bang, o Gott,
»Was da noch werden soll!«