[Die Hand an meiner Rechten.]
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Die Hand an meiner rechten Seiten
Ist lobenswert zu jeder Stunde,
Sie holt das Brot aus allen Weiten
Und führt es zärtlich mir zum Munde.
Und ballt die Linke, Unerzogne,
Sich hinterm Rock, wenn Gäste nahen,
So weiß die Rechte, Wohlgepflogne,
Mit edlem Anstand zu empfahen.
Und nahen schlechtgesinnte Mächte,
So greift sie rührig zu den Waffen,
Und weiß mit ritterlichem Rechte
Mir Schutz und Frieden zu verschaffen.
Und weil sie gütig von dem Hehren
Als treue Freundin mir gesendet,
So ist sie auch in allen Ehren
Der Küsse wert, die man ihr spendet.
Und trotzdem leider ist sie heute
Der Linken weit zurückgeblieben,
Denn dreist hat sie, und nicht gescheute,
Ihr eigenes schales Lob geschrieben.
[Meine Taschenuhr.]
Wie fühl' ich dich an meinem Herzen schlagen,
Du starkes, reges, goldnes Herz der Zeit!
So wandern wir selbander sonder Zagen
Den dunklen Stundenweg der Ewigkeit.