„Aber du hast keine Zeugen.“

„Wer weiß, ob ich nicht doch noch jemand auftreibe, der ihn durch den Hinterhof rennen sah.“

„Na,“ sagte Lars nachdenklich, „ich will’s denn mal versuchen, wenn man ihm mit den alten Geschichten droht, vielleicht hält er reinen Mund über diese Sache. Meinetwegen mag er mir sein kaputtes Ding bringen. Ich werd’s flicken.“

„Schön Dank!“ sagte Kords.

Und am nächsten Sonnabend segelte Lars hinaus und brachte die Sache in Ordnung.

Aber die Geschichte wurde doch unter den Fischern bekannt, und an den nächsten Sonntagen im Wirtshaus sprachen sie leise darüber. Und sie fluchten auf die Fischer von draußen, daß sie nun auch noch anfingen, bei schlechtem Wetter an ihren Fischplätzen in der Bucht zu fischen. Und alle freuten sich, daß Kords es dem von draußen gegeben hatte. Über Lars aber nickten sie wohlgefällig mit dem Kopf, weil er die Angelegenheit wieder zurechtgebracht hatte.

Da dauerte es nicht lange, daß er ihnen klar gemacht hatte, wie not es tat, mit denen draußen zusammenzuhalten und feste Gesetze über die Fischplätze und die Stellnetze zu machen. „Seht, wenn wir an Tagen, wo für draußen allzuviel See steht, feste Plätze für sie hier bei uns frei halten, werden die sich vielleicht drauf einlassen, die Stellnetze nicht so weit vor die Bucht zu setzen.“

„Recht hast du wohl, Lars Asmussen,“ sagte Christen Matthies langsam. „Aber wenn wir so eine Vereinigung gründen, kommt uns da nicht die Regierung herein, und wir dürfen nicht mehr denken und sagen, was wir wollen?“

Lars lachte still in sich herein. „Da sei ganz ruhig, Christen, du kannst meinetwegen in deinem Herzen auf gammel Danmark schwören. Wir wollen bloß zusammenhalten, damit jeder gerade sein kann, wie er will, und uns keiner hereinredet.“

„Fein wäre das,“ schrie Kords auf einmal und haute mit der Faust auf den Tisch. — Und die andern um den Tisch nickten ernsthaft mit dem Kopf, und allmählich gingen sie alle darauf ein. Und da im Tabaksdunst der Wirtsstube taten sich die ersten zusammen.