Zuhause mit Peter hatte Lars noch länger zu reden, eh’ er bereit war, mitzumachen.
Dora hatte das Gute viel schneller gefaßt. „Warum denn nur die Fischer, Lars, die Arbeiter auf dem Lande brauchen auch so was. Laß sie auch mitkommen, und dann können sie untereinander auch für ihre eigenen Kranken und die Waisen sorgen.“
Da sah Lars sie ernst an. „Vielleicht kommt das mal so, Dora.“
Dora brachte auch Peter allmählich so weit, daß er nachgab. Es dauerte nicht so sehr lange, da war die Vereinigung zustande gekommen; denn sie sahen fast alle ein, daß es not tat.
Und als es ihnen Lars recht vorgestellt hatte, gingen sie immer mehr mit dem Gedanken um, einen eigenen kleinen Dampfer zu kaufen, der die Fische direkt zum Markt brächte. „Und dann gehört noch dazu, daß wir einen Händler hätten, der zu unserm Verein gehörte, damit die Fischpreise von uns aus bestimmt werden und die Arbeit zu ihrem Rechte kommt,“ sagte Lars. Dazu schüttelten aber viele die Köpfe und meinten, daß es sich nicht machen lassen werde. — Und als das Jahr herum war, da hatte es sich gezeigt, daß die neue Fischervereinigung gute Geschäfte machte. Die Fische kamen frisch und gut mit dem Dampfer zur Stadt. — Und weil sie alle zusammenhielten, konnten die Händler nicht viel gegen sie machen; auch hörten sie, daß die Rede unter den Fischern ging, eigene Händler anzustellen. Es war vorgekommen, daß einige von den Fischern auch in der Schonzeit Heringe fischten, auch waren die Maschen der Netze bei vielen unvorschriftsmäßig eng. Es war aber sehr selten vorgekommen, daß der Fischmeister in dieser Bucht nachgesehen hatte. Darum setzten sich die Fischer zusammen und machten eigene Gesetze und schrieben ihre Anliegen nieder und wählten unter sich sichere Männer und schickten die zur Stadt, damit das Ganze von der Regierung bestätigt werde. Sie erreichten auch, was sie wollten, und die Fischer waren zufrieden.
Der erste dieser sicheren Männer, den sie wählten, war Lars Asmussen gewesen. Auch Peter Lassen war dabei und einige von draußen. Und nun kam es ganz von selbst, daß sie anfingen, diese Männer wie Führer anzusehn.
Als immer mehr Fischer der Vereinigung beitraten, da versuchten einige Krakehler von Wanbyll, Macht über sie zu gewinnen. Aber sie ließen sich nicht hereinreden und kamen nur überein, daß sie unter sich Geld zurücklegen wollten für Notfälle. Und wieder war es Lars, der alles deswegen ordnen mußte.
Kapitel XXIX
Lars hatte sich noch ein Stück niederes Uferland gekauft, auf das bei Wind viel Seetang getrieben wurde. Wenn Lars nicht Zeit hatte, dann stand Trina mit ihrem Jungen, und sie harkten das Seegras herein, und sie trockneten es und hatten noch einen guten Verdienst mit dem Verkauf.