Und gegen Abend kamen sie alle im guten Zeug nach Lars’ Haus heraufgegangen, Mutter Stina und Peter und Dora und die große Tochter, die bald größer war als Jung-Klaus, und der älteste, stämmige Sohn, der ganz so aussah wie Peter. Und das Jüngste, das noch auf dem Arm getragen werden mußte, brachte Dora auch noch mit. Und nachdem sie gegessen hatten, saßen sie alle herum in der Dämmerung, und Klaus spielte ihnen ein Stück nach dem andern auf seiner Ziehharmonika.
„Nicht satt zu essen gibst du, Trina,“ sagte Peter und nahm die Milchflasche seines Jüngsten an den Mund.
Dora schlug ihm auf die Hand.
„Tut man nicht so, als ob er nur Milch saugen kann,“ sagte Lars. „Weißt du noch dazumal, Dora?“
„Was, dazumal?“
„Als ihn der Wirt vom Waldkrug beredet hatte, beim Feuerwehrfest hereinzukommen, und du ihn selbst wieder abholen mußtest?“
„Is nich wahr!“ sagte Dora.
„Na und unter den Arm mußtest du ihn nehmen, und der Jung’ lief voraus und schrie immer vor Freude: „Vater is dun“ — „Vater is dun!“
„Da war ich aber erst fünf Jahr,“ sagte der Jung’.
„Sei man still, Lars,“ sagte Mutter Stina, „du bist damals allein gegangen, aber du machtest mächtig lange, steife Schritte, und ganz gerade gingst du auch nicht.“ Und dann lachten sie alle, und als die Sterne anfingen, in das breite, niedere Fenster hereinzublinzeln, standen sie auf und sagten ‚Gute Nacht‘. Und Klaus ging ein Stück mit und spielte die Harmonika dazu.