Lars saß an der andern Seite vom Tisch, nun legte er die Arme darauf und beugte sich zu Herrn Asmussen hinüber, und er sprach ganz deutlich und langsam, und Herr Asmussen rückte an seinem Kneifer.
„Ich weiß gar nicht, was du überhaupt meinst,“ sagte er und putzte den Kneifer vorsichtig mit dem Taschentuch ab.
Aber Lars blieb ruhig dabei und sprach von Trina Lassen und was die Leute ihm sagten von Onkel Gust.
„Was geht das dich überhaupt an?!“ Und Onkel Gust lehnte sich im Lehnstuhl zurück und suchte beleidigt auf Lars zu blicken.
Aber Lars achtete gar nicht darauf, und als er auf Dora Nielsen zu reden kam und ihre Geschwister, da rückte Onkel Gust ein wenig auf seinem Stuhl herum und lachte verlegen. „Naa“ sagte er begütigend und zwinkerte Lars zu. Aber Lars redete weiter, und er redete sich in Zorn und sprach von denen, die keine Hilfe fänden und keinen Schutz, weil die andern, welche die Kraft hatten und die Pflicht zu sorgen, im Wirtshaus saßen und faule Witze rissen.
Da wurde es Onkel Gust zu bunt. „Grünschnabel, geh’ und predige deinen Fischen!“ schrie er und setzte den Kneifer wieder auf.
„Ja,“ sagte Lars da auf einmal in einem ganz anderen Ton, „ich bin weiter nichts als ein Fischer, und ich habe kein Recht, zu sprechen, aber es kann sein, daß es heute das letztemal ist, daß ich hier sitze, und eh’ Ihr euch entschließt, solltet Ihr wissen, wie ich denke.“
Da legte Onkel Gust die Zeitung schnell wieder hin und sah Lars mit einem Ausdruck ins Gesicht, der fast dumm ausgesehen hätte, wenn es eben nicht Herr Asmussen gewesen wäre.
Lars schwieg einen Augenblick, und sein hartgeschnittenes Gesicht war unter der Wetterbräune blaß geworden.