Und Lars blieb bei seiner Arbeit und ging nicht zu Jakob Lind. Wenn er einmal einen Augenblick absetzen mußte nach stundenlangem Quälen und es war nicht gerade Schlafenszeit, dann stand er totstill am Ende des Ricks und sah ins Wasser. Aber dies einsame Sinnen mit der großen Qual im Herzen brachte ihn nicht vorwärts, sondern er saß im Nebel fest.
So kam wieder einmal ein Sonntag, aber er lastete grau und schwül über dem trägen, öligen Wasser.
Es war Trina Lassens freier Nachmittag gewesen, und sie trat aus der Haustür, um nach dem Flecken zurückzugehen.
Da sah sie Lars auf dem Rick stehen. Die reglose dunkle Gestalt vor der weiten, öden See hatte etwas Tieftrauriges für die Augen der kleinen Trina, denn sie wußte, wie es ihm im hohen grauen Hause ergangen war, und er tat ihr so leid, der starke, große Lars.
Schritt vor Schritt, als ob sie einen im Schlafe störe, ging sie zaghaft aufs Rick hinaus. Ganz leise, kaum hätte man es der Arbeitshand zugetraut, legte sie die Finger auf seinen Arm. „Lars, ich wollte bloß danken,“ sagte sie.
„Wofür?“ fragte er.
„Da drin sitzt Helle-Dora bei Peter, und sie sind so froh. Das hast du getan.“
Da sah er ihr mit sonderbarem Blick in die Augen. Dann strich er ihr freundlich über die Hand. „Du findest wohl das Rechte, Trina, Kind.“
Sie sah dankbar zu ihm auf.