Und Karen nickte, und ihre weiten hellen Augen gaben ihm Antwort.
Da hatte Lars einen Ersatz für Großvaters schweigendes Verstehen gefunden und ging wieder zufriedener an seine Arbeit.
Kapitel XXII
Immer schaffte Trina still und emsig um Lars her, aber er hatte nicht viel acht auf sie. Sie war ja wohl auch zufrieden, meinte er. —
Der kleine Klaus war nun fast drei Jahre und hatte ganz seines Vaters Art, nur ungezogener war der kleine Klaus. Trina hatte ihre liebe Not. Wie er sich selbständig fortbewegen konnte, da lief er ihr fort und suchte sich den Weg zu Großmutters Strohdachhaus. Und wenn nach ängstlichem Suchen Trina ihn stolz bei Großmutter sitzen fand, ein großes Stück Zucker in der Backe, dann durfte sie ihn nicht schelten, sonst wachte Großmutter aus ihrer Stille auf und kam beinahe in Zorn.
Aber in diesem Sommer war Trinas Schritt langsam und mühsam geworden, und ihre Augen sahen trübe aus. Es hatte nur keiner recht acht darauf.
Und es kam ein Morgen, an dem sie immer wieder versuchte, sich aufzurichten; aber es gelang ihr nicht mehr.
Lars kam spät vom Fischen heim. Da fand er den kleinen Klaus unangekleidet am Boden sitzen und weinen. Trina aber lag im Bett mit fieberheißen Backen und trüben, teilnahmlosen Augen.
Da legte Lars seine harte Hand vorsichtig auf die glühende Stirn, und es wachte etwas in ihm auf wie eine große Sorglichkeit. Fast wie ein Vater für sein Kind, so übersann er, was zu tun sei für Klein-Trina.