Ich kann nicht Schritt mit Dir halten, mein Freund! Ich bin müde. Schwer ist die Pflicht, das Feuer in Glut zu halten, das Du entzündet hast. Schlaf überkommt mich, der Fächer entfällt meiner Hand, und kalte Asche bedeckt die Glut. Ich fahre wieder auf aus meinem Schlummer und rette die träge Flamme, soweit es in meiner Macht steht. Aber so kann es nicht weiter gehen.

Madana

Ich weiß, Du bist unbeständig wie ein Kind. Ewig ruhelos ist Dein Spiel im Himmel und auf Erden. Was Du in langen Tagen aufgebaut mit endloser Sorge für jeden Bruchteil, in einem Augenblick zerstörst Du es wieder, ohne Bedauern. Aber unsere Arbeit ist heut vollendet. Freudengeflügelte Tage fliehen flüchtig dahin, und das sich neigende Jahr vergeht mit berückendem Blühen.

[SECHSTE SZENE]

IM WALD

Arjuna

Ich erwachte am Morgen und fand meine Träume in einen Edelstein verschmolzen. Ich hatte keinen Schrein, ihn darin zu verschließen, keine Königskrone, in die ich den Stein hätte fassen können, keine Kette hatte ich, ihn daran zu hängen, und doch brachte ich's nicht übers Herz, ihn wegzuweisen. So halte ich ihn, und mein Arm, der Arm eines Kshatriya, vergißt über müßigem Tun seine Pflicht.

(Chitra tritt ein.)

Chitra