Und das gerade ist ihr größtes Unglück. Das Weib, das nur Weib ist, das mit seinem Lächeln, mit seinen Seufzern, und mit zarten Liebkosungen die Herzen der Männer einspinnt, ist allein glücklich. Was frommt ihr Weisheit und große Taten? Hättest Du die Prinzessin nur gestern sehen können, im Hof von Shivas Tempel, der am Waldpfad liegt, Du wärest vorübergegangen ohne sie eines Blickes zu würdigen. Bist Du denn weiblicher Schönheit so überdrüssig, daß Du in ihr männliche Kraft suchst?

Aus grünen Blättern, feucht vom sprühenden Gischt des Wasserfalls, habe ich unser Bett zur Mittagsrast bereitet, in nachtdunkler Grotte. Die Kühle des weichen grünen Mooses, das dicht den tropfenden Stein bedeckt, küßt dort Deine Augen in Schlaf. Laß Dich dorthin geleiten.

Arjuna

Nein, heute nicht, Geliebte.

Chitra

Warum nicht heute?

Arjuna

Ich habe von einer Räuberhorde gehört, die in die Ebene gekommen ist. Ich muß gehen meine Waffen bereiten, um die erschreckten Dorfleute zu beschützen.

Chitra