ACHTES KAPITEL
NIKHILS ERZÄHLUNG
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Die Lokalzeitungen haben angefangen, Artikel und Briefe gegen mich zu veröffentlichen, und ich höre, daß Karikaturen und Schmähschriften folgen sollen. Witz und Humor lassen ihren Übermut an mir aus, und über die Lügen, die auf diese Weise verbreitet werden, krümmt sich das ganze Land vor Lachen. Sie wissen, daß sie das Monopol haben, die Leute mit Schmutz zu bewerfen, und so kommt der harmlose Vorübergehende nicht unbesudelt davon.
Sie sagen, daß meine sämtlichen Gutsinsassen, vom höchsten bis zum niedrigsten, Freunde der Swadeschi-Bewegung sind, aber aus Furcht vor mir es nicht wagen, sich als solche zu bekennen. Die wenigen, die tapfer genug waren, mir zu trotzen, haben die ganze Härte meiner Verfolgung fühlen müssen. Ich bin im geheimen Einverständnis mit der Polizei und mit dem Magistrat, und diese verzweifelten Anstrengungen, mir zu meinem ererbten Titel noch einen ausländischen zu erwerben, sollen alle Aussicht auf Erfolg haben.
Auf der andern Seite sind die Zeitungen des Lobes voll von den Zemindars Kundu und Tschakravarti, den treu ergebenen Söhnen des Vaterlandes. Wenn das Land nur noch ein paar solche tapfre Patrioten mehr hätte, heißt es, so würden die Fabriken von Manchester sich bald ihr eigenes Grablied nach der Melodie des Bande Mataram singen müssen.
Dann folgt in blutroten Lettern eine Liste der verräterischen Zemindars, deren Schatzhäuser man verbrannt hat, weil sie die Sache nicht unterstützen wollten. »Das heilige Feuer«, heißt es weiter, »ist aufgerufen, daß es seinen heiligen Beruf erfülle und das Land reinige, und noch andere Kräfte sind am Werk, die dafür sorgen, daß die, die nicht wahre Söhne des Mutterlandes sind, sich nicht länger auf seinem Schoß breitmachen.« Die Unterschrift ist augenscheinlich ein Pseudonym.
Ich merkte, daß unsre Studenten dahinter steckten, daher ließ ich einige von ihnen rufen und zeigte ihnen den Brief.