Mein Gatte verharrte in Schweigen. Sandip verließ das Zimmer.

XXI

Ich hatte eben angefangen, ein paar Kuchen für Amulja zu backen, als die Bara Rani erschien. »O Himmel,« rief sie aus, »ist es dahin gekommen, daß du dir die Kuchen zu deinem Geburtstag selbst backen mußt?«

»Könnte ich sie nicht für jemand anders backen?« fragte ich.

»Aber an solchen Tagen solltest du nicht andre festlich bewirten, sondern wir dich. Ich wollte gerade etwas Leckeres für dich zubereiten[40], als ich die schreckliche Nachricht hörte, die mich ganz aus der Fassung gebracht. Eine Schar von fünf- bis sechshundert Banditen sollen in eins unsrer Schatzhäuser eingebrochen sein und sich mit 6000 Rupien davongemacht haben. Man erwartet, daß sie demnächst unser Haus plündern werden.«

Ich war in hohem Grade erleichtert. So war es also doch unser eignes Geld. Ich hätte am liebsten gleich Amulja rufen lassen, um ihm zu sagen, daß er die Banknoten nur meinem Gatten einzuhändigen brauchte und die Erklärung mir überlassen könnte.

»Du bist wirklich ein wunderliches Geschöpf!« rief meine Schwägerin aus, als sie den Wechsel im Ausdruck meines Gesichts sah. »Kennst du denn gar nicht so etwas wie Furcht?«

»Ich glaube nicht daran«, sagte ich. »Warum sollten sie unser Haus plündern?«

»Du glaubst nicht daran, wahrhaftig! Wer hätte denn geglaubt, daß sie unser Schatzhaus angreifen würden?«