Ich hatte nicht die Kraft, mich solcher Tyrannei zu widersetzen, — sie ist so selten in dieser Welt. Mochte der Inspektor sich die Zeit mit Kuchenessen vertreiben. Was machte es, wenn die Pflicht einmal ruhte?

Die Polizei war diese letzten Tage eifrig am Werke gewesen, bald diesen, bald jenen zu verhaften. Jeden Tag wurde irgendein Unschuldiger zur Erheiterung der Angestellten in mein Geschäftszimmer geführt. Ich vermutete, daß sie jetzt wieder so ein unglückliches Opfer herangeschleppt hatten. Aber warum sollte der Inspektor allein sich an Kuchen gütlich tun? Das war nicht in der Ordnung. Ich stieß heftig gegen die Tür.

»Wenn du toll werden willst, gieß dir schnell etwas Wasser über den Kopf — das wird dich abkühlen,« sagte meine Schwägerin vom Korridor aus.

»Schicke Kuchen für zwei hinunter«, rief ich. »Der, den man als Dieb eingebracht hat, verdient sie vielleicht noch mehr. Laß ihm eine tüchtige Portion geben!«

Ich beeilte mich mit meinem Bad. Als ich herauskam, saß Bimala draußen vor der Tür auf dem Boden[43]. War es möglich, daß dies meine alte stolze, verwöhnte Bimala war?

Welche Gunst konnte sie erbitten wollen, als sie da so vor meiner Tür saß? Als ich stutzte und stehenblieb, stand sie auf und sagte leise mit niedergeschlagenen Augen: »Ich möchte dich sprechen.«

»So komm herein«, sagte ich.

»Aber hast du gerade etwas Besonderes vor?«

»Ja, aber das macht nichts. Ich möchte hören ...«

»Nein, besorge das erst! Wir sprechen dann heute mittag, wenn du gegessen hast.«