»Sorge dich nicht weiter darum«, sagte sie zu mir. »Iß erst zu Mittag! Die Tschota Rani muß ihn selbst an sich genommen haben, als sie sah, wie zerstreut du immer bist.«

Ich war innerlich jedoch sehr unruhig. Bima hatte nie einen von meinen Schlüsseln genommen, ohne es mir zu sagen. Beim Mittagessen war sie nicht zugegen; sie war damit beschäftigt, Amulja in ihrem Zimmer zu bewirten. Meine Schwägerin wollte sie rufen lassen, aber ich bat sie, es nicht zu tun.

Ich war gerade mit dem Essen fertig, als Bima hereinkam. Ich hätte lieber nicht über die Sache mit dem Schlüssel gesprochen, solange die Bara Rani dabei war, aber sobald sie Bima sah, fragte sie: »Weißt du, mein Liebling, wo der Schlüssel zu dem Geldschrank ist?«

»Ich habe ihn«, war die Antwort.

»Habe ich's nicht gesagt?« rief meine Schwägerin triumphierend. »Unsre Tschota Rani tut so, als ob diese Räubereien sie ganz kalt lassen, aber heimlich trifft sie doch ihre Vorsichtsmaßregeln.«

Der Ausdruck in Bimas Gesicht ließ mich nichts Gutes ahnen. »Laßt den Schlüssel jetzt«, sagte ich. »Ich nehme das Geld heute abend heraus.«

»Nun schiebst du es wieder auf«, sagte die Bara Rani. »Warum willst du es nicht gleich jetzt, wo du daran denkst, herausnehmen und zum Schatzamt schicken?«

»Ich habe es schon herausgenommen«, sagte Bima.

Ich stutzte.