»Wo hast du es denn?« fragte meine Schwägerin.

»Ich habe es ausgegeben.«

»Nun höre einer! Wofür hast du all das Geld ausgegeben?«

Bima antwortete nicht. Ich fragte nicht weiter. Die Bara Rani schien etwas bemerken zu wollen, aber sie besann sich anders. »Nun, dann ist ja alles in Ordnung«, sagte sie mit einem Blick auf mich. »Das machte ich genau so mit meines Mannes Kleingeld. Ich wußte, es hatte keinen Sinn, es ihm zu lassen, — seine neunundneunzig Schmarotzer hätten es ihm doch abgenommen. Du bist auch nicht viel anders, Bruder. Wieviel Mittel ihr Männer habt, um Geld loszuwerden! Wir können es euch nur retten dadurch, daß wir es euch stehlen. Nun komm aber! Fort mit dir, zu Bett!«

Die Bara Rani führte mich in mein Zimmer, aber ich wußte kaum, wohin ich ging. Sie setzte sich an mein Bett, nachdem ich mich darauf ausgestreckt hatte, und lächelte Bima zu. »Gib mir einen von deinen pans, liebe Tschotie«, sagte sie. »Was, du hast keine? Du bist mir eine schöne Hausfrau! Dann laß ein paar aus meinem Zimmer holen!«

»Aber hast du denn schon zu Mittag gegessen?« fragte ich besorgt.

»O, schon längst«, erwiderte sie. Das war augenscheinlich geflunkert.

Sie blieb neben meinem Bett sitzen und plauderte über alles Mögliche. Das Mädchen kam und sagte Bima, daß ihr Mittagessen serviert sei und kalt würde, aber sie schien es nicht zu hören. »Was, du hast noch nicht gegessen? Was machst du für Geschichten! Es ist schon furchtbar spät.« Damit führte die Bara Rani Bima mit sich fort.

Ich konnte erraten, daß zwischen diesen 6000 Rupien und dem Diebstahl der andern ein Zusammenhang bestand. Aber ich bin nicht neugierig, zu wissen, welcher Art er ist. Ich werde nie danach fragen.