»Nein, nein,« wiederholte ich, »das geht nicht. Leg dich wenigstens ein Weilchen hin!«

»Aber wie kannst du allein dies noch alles schaffen?«

»Natürlich kann ich das.«

»Nun, du magst dich rühmen, ohne mich fertig werden zu können. Aber offen gesagt, ich kann nicht ohne dich fertig werden. Selbst der Schlaf wollte zu mir allein nicht in unser Zimmer kommen.« Damit machte er sich wieder an die Arbeit.

Aber es kam eine Unterbrechung in Gestalt eines Dieners, der meldete, daß Sandip Babu da sei und bäte, vorgelassen zu werden. Ich wagte nicht zu fragen, wen er zu sprechen wünsche. Es war, als ob das Licht des Himmels plötzlich zurückwiche wie die Blätter einer Mimose.

»Komm, Bima!« sagte mein Gatte. »Laß uns hören, was Sandip uns zu sagen hat! Da er zurückgekommen ist, nachdem er sich schon verabschiedet hatte, muß er uns etwas Besonderes zu sagen haben.«

Ich ging nur mit, weil es noch schwieriger gewesen wäre, zurückzubleiben. Sandip starrte ein Bild an, das an der Wand hing. Als wir eintraten, sagte er: »Ihr fragt euch gewiß, warum der Bursche noch einmal wiedergekommen ist. Aber ihr wißt, der Geist ist nicht gebannt, bis alle feierlichen Bräuche erfüllt sind.« Mit diesen Worten zog er etwas aus seiner Tasche, das er in sein Taschentuch gebunden hatte, legte es auf den Tisch und löste den Knoten auf. Es waren jene Goldstücke.

»Versteh mich nicht falsch, Nikhil,« sagte er. »Du mußt dir nicht einbilden, daß ich, von deinem Umgang angesteckt, plötzlich ehrlich geworden bin; ich bin nicht der Mann, der mit schlotternden Knieen reuig zurückkehrt, um unrechtmäßig erworbenes Geld wiederzubringen. Aber...«

Er stockte. Nach einer Pause wandte er sich zu Nikhil, aber seine Worte waren an mich gerichtet:

»Ja, Bienenkönigin, endlich hat der Geist der Reue Einlaß gefunden in meinem bisher ungestört ruhigen Gewissen. Da ich jede Nacht, sobald der erste Schlaf vorüber ist, mit ihm zu kämpfen habe, kann ich ihn nicht für ein bloßes Hirngespinst halten. Es gibt vor ihm kein Entrinnen, selbst für mich nicht, bis die Schuld bezahlt ist. In die Hände jenes Geistes lege ich daher, was ich zurückbringe. Göttin! Ihnen allein auf der Welt kann ich nichts wegnehmen. Sie lassen mich nicht los, bis ich ganz entblößt bin. Nehmen Sie auch dies zurück!«