»Aber was du hypnotisierende Reden nennst, ist für mich Wahrheit. Ich glaube an mein Vaterland wie an meinen Gott. Mir ist die Menschheit heilig. Gott offenbart sich sowohl im Menschen wie in seinem Vaterlande.«
»Wenn du das wirklich glaubst, dann sollte es für dich keinen Unterschied geben zwischen den verschiedenen Menschen und den verschiedenen Ländern.«
»Ganz recht. Aber mein Gefühl ist begrenzt und kann nicht die ganze Menschheit umfassen, daher verehre ich sie hier in meinem Volke.«
»Ich habe nichts gegen diese Verehrung als solche, aber wie willst du Gott verehren, wenn du andere Völker hassest, in denen er sich gleichfalls offenbart?«
»Der Haß ist auch ein Diener der Anbetung. Ardschuna gewann Mahadevas Gnade[12] dadurch, daß er mit ihm rang. Gott wird am Ende mit uns sein, wenn wir bereit sind, uns ihm im Streite zu stellen.«
»Wenn dem so ist, so sind beides seine Diener, die, welche deinem Volke dienen, und die, welche ihm schaden. Aber wozu dann noch Patriotismus predigen?«
»Wenn es sich um das eigene Volk handelt, ist es etwas anderes. Da spricht das Herz deutlich und verlangt, daß wir ihm dienen.«
»Wenn du die Konsequenz dieser Beweisführung ziehst, so mußt du sagen, daß, da Gott sich in uns offenbart, wir vor allen Dingen uns selbst dienen müssen, weil unser natürlicher Instinkt dies fordert.«
»Nun höre einmal, Nikhil, dies ist alles nur dürre Logik. Begreifst du denn nicht, daß es so etwas wie Gefühl gibt?«