Ich war in hohem Grade aufgebracht. »Ich befehle es dir,« sagte ich mit erhobener Stimme, »geh und melde mich!«
Der Bursche war durch meine Haltung etwas verblüfft.
Inzwischen hatte ich mich der Tür genähert. Ich hatte sie beinahe erreicht, als er mir folgte und meinen Arm ergriff, indem er sagte: »Nein, Herr, Sie dürfen nicht hinein.«
Was! Ein Bedienter wagte mich anzurühren! Ich machte meinen Arm mit einem Ruck frei und gab dem Mann eine schallende Ohrfeige. Im selben Augenblick kam Bima aus dem Zimmer und sah, wie der Mann im Begriff war, frech gegen mich zu werden.
Ich werde nie das Bild vergessen, wie sie in ihrem Zorn dastand! Daß Bima schön ist, ist meine eigene Entdeckung. Die meisten Leute hier würden an ihr nichts Besonderes finden. Diese Tölpel würden ihre große, schlanke Gestalt »schmächtig« nennen. Aber gerade diese Biegsamkeit bewundere ich, sie ist wie ein lebenspendender Springbrunnen, der aus der Tiefe der mütterlichen Erde aufsteigt. Ihre Hautfarbe ist dunkel, aber von einem leuchtenden Dunkel wie die scharfe, blitzende Schneide eines Schwertes.
»Nanku!« gebot sie, als sie in der Tür stand, den Arm gebieterisch ausgestreckt, »geh fort!«
»Seien Sie nicht böse auf ihn«, sagte ich. »Wenn er Befehl hat, so bin ich es, der fortgehen muß.«
Bimas Stimme zitterte noch, als sie erwiderte: »Sie dürfen nicht fortgehen. Kommen Sie herein!«