Dies war keine Bitte, sondern auch ein Befehl! Ich folgte ihr, als sie eintrat, setzte mich, nahm einen Fächer, der auf dem Tische lag und fing an, mich zu fächeln. Bima kritzelte mit einem Bleistift etwas auf ein Blatt Papier, rief einen Diener und gab es ihm mit den Worten: »Bring' dies dem Maharadscha!«
»Verzeihen Sie mir«, sagte ich. »Ich war so außer mir, daß ich Ihren Diener schlug.«
»Ihm geschah ganz recht«, sagte Bima.
»Aber der arme Bursche hatte im Grunde doch keine Schuld. Er gehorchte nur seinem Befehl.«
In diesem Augenblick kam Nikhil herein. Ich stand hastig auf und trat ans Fenster, den Rücken dem Zimmer zugekehrt.
»Der Türhüter Nanku hat Sandip Babu beleidigt«, sagte Bima zu Nikhil.
Nikhil schien so ehrlich überrascht, daß ich nicht umhin konnte, mich umzuwenden und ihn anzustarren. Sollte er leugnen wollen? Selbst ein ungewöhnlich guter Mann kann vor seiner Frau seinen Wahrheitsstolz nicht aufrechterhalten, wenn die Frau danach ist.
»Er hatte die Frechheit, Sandip Babu den Weg zu vertreten, als er hier herein wollte«, fuhr Bima fort. »Er sagte, er habe Befehl...«
»Befehl von wem?« fragte Nikhil.
»Wie soll ich das wissen?« rief Bima ungeduldig, während ihr vor Zorn und Scham die Tränen in die Augen traten.