Wenn man nur die Frauen von den künstlichen Fesseln befreien könnte, die die Männer ihnen angelegt, so hätten wir auf Erden ein lebendiges Ebenbild der Kali, der schamlosen, mitleidslosen Göttin. Ich gehöre zu den Dienern der Kali, und eines Tages werde ich ihr wahrhaft dienen, indem ich Bimala als ihre Inkarnation auf den Altar der Zerstörung erhebe. Zu solchem Dienst will ich mich bereiten.
Der Rückweg ist uns beiden für immer verschlossen. Wir werden einander berauben, werden einander hassen, aber nie mehr voneinander frei werden.
Fußnoten:
[19] Râmâjana, das zweite große Heldenepos der altindischen Literatur (neben dem Mahâbhârata). Der Hauptinhalt ist, wie dem Helden Râma seine treue Gattin Sîtâ von dem Dämonen Râvana geraubt wird und wie er sie mit Hilfe des Affenkönigs Hanuman wiedergewinnt. (Übers.)
FÜNFTES KAPITEL
NIKHILS ERZÄHLUNG
IV
Alles rauscht und wogt in der Flut des Augusts. Die jungen Reisähren glänzen wie die Glieder eines kleinen Kindes. Das Wasser ist in den Garten beim Hause gedrungen. Das Morgenlicht gießt sich wie die Liebe des blauen Himmels verschwenderisch über die Erde aus... Warum kann ich nicht singen? Der ferne Fluß schimmert von Licht; die Blätter glitzern; die Reisfelder erschauern in goldenem Leuchten; und in dieser Herbstsymphonie bleibe ich allein stumm. Der Sonnenschein der Welt trifft mein Herz mit seinen Strahlen, doch es wirft sie nicht zurück.