Ich beachtete das Beleidigende in ihrem Ton nicht und wollte gerade antworten, daß nicht ich, sondern die armen Händler und ihre Kunden den Verlust haben würden, als mein Lehrer, der dabei war, sich einmischte.

»Ja, den Verlust wird er haben, nicht ihr, das ist klar«, sagte er.

»Aber fürs Vaterland...«

»Nicht der Boden ist das Vaterland, sondern die Menschen darauf«, unterbrach sie mein Lehrer. »Habt ihr ihrem Schicksal sonst auch nur einen Blick gegönnt? Aber jetzt wollt ihr ihnen vorschreiben, was für Salz sie essen und was für Kleider sie tragen sollen. Warum sollten sie sich solcher Tyrannei beugen, und warum sollten wir dazu helfen?«

»Aber wir selbst essen auch nur indisches Salz und Zucker und tragen indische Stoffe.«

»Ihr könnt tun, was ihr wollt, um euren Zorn zu kühlen und euren Fanatismus zu befriedigen. Ihr habt die Mittel und braucht nicht danach zu fragen, was es kostet. Die Armen wollen euch auch nicht daran hindern, aber ihr wollt durchaus, daß sie sich eurem Zwang unterwerfen. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen ist jeder Augenblick für sie ein verzweifelter Kampf um die bloße Existenz; ihr könnt euch nicht einmal vorstellen, wieviel ein paar Pennys für sie ausmachen, — so wenig habt ihr mit ihnen gemein. Ihr habt euer ganzes bisheriges Leben in einem bessern und bequemern Abteil zugebracht, und jetzt kommt ihr plötzlich her und wollt sie zu Werkzeugen eurer Wut machen. Das nenne ich feige.«

Es waren alles alte Schüler meines Lehrers, daher wagten sie nicht, unehrerbietig zu werden, obgleich sie vor Zorn bebten. Sie wandten sich zu mir: »Wollen Sie denn der Einzige sein, Maharadscha, der dem Vaterlande in seinem Bestreben Hindernisse in den Weg legt?«

»Wer bin ich, daß ich so etwas wagen sollte? Würde ich denn nicht lieber mein Leben hingeben, um ihm zu helfen?«

Der Wortführer lächelte hämisch, als er fragte: »Dürfen wir fragen, was Sie denn Positives tun, um zu helfen?«

»Ich habe indisches Garn aufgekauft und es auf meinem Markt in Suksar feilgehalten, und ich habe auch ganze Ballen davon auf die Märkte der benachbarten Zemindars geschickt.«