Innere Gemächer des Palastes.
Sudarschana und Surangama.
Sudarschana
Geh fort von mir, Surangama! Ein tödlicher Zorn rast in mir — ich kann niemanden ertragen — es macht mich wild, dich so geduldig und unterwürfig zu sehn.
Surangama
Auf wen bist du zornig?
Sudarschana
Ich weiß nicht; aber ich möchte alles vernichtet und unter Trümmern und Elend begraben sehn! In einem Augenblick verließ ich meinen Platz als Königin auf dem Thron. Gab ich alles hin, um mich in dieser düsteren Höhle als Sklavin abzuplagen? Warum flammen für mich nicht die Fackeln der Trauer über die ganze Welt? Warum zittert und bebt nicht die Erde? Ist mein Sturz nicht mehr als das unbemerkte Fallen der armseligen Bohnenblüte? Ist er nicht eher wie der Fall eines glühenden Sternes, dessen flammende Lohe den Himmel in Stücke reißt?
Surangama
Ein mächtiger Wald raucht und glimmt innen, ehe er in Flammen ausbricht: die Zeit ist noch nicht gekommen.