Sudarschana
Ich habe Ehre und Ruhm einer Königin in Staub und Winde gestreut — aber gibt es keinen Menschen, der kommen will, um meine trostlose Seele hier zu besuchen? Allein — oh, ich bin furchtbar, grauenvoll allein!
Surangama
Du bist nicht allein.
Sudarschana
Surangama, ich will nichts vor dir verbergen. Als er den Palast in Flammen setzte, konnte ich nicht auf ihn böse sein. Eine große innere Freude machte mein Herz erzittern. Was für ein staunenswürdiges Verbrechen! Was für eine glorreiche Kühnheit! Dieser Mut machte mich stark und befeuerte meine Lebensgeister. Diese furchtbare Freude gab mir die Kraft, in einem Nu alles hinter mir zu lassen. Aber ist das alles nur meine Einbildung? Warum ist nirgends ein Zeichen zu sehen, daß er kommt?
Surangama
Der, an den du denkst, hat den Palast nicht in Brand gesteckt — der König von Kantschi tat es.
Sudarschana
Der Feigling! Aber ist es möglich? So schön, so bezaubernd, und doch keine Mannheit in ihm! Hab ich mich selbst betrogen um so eines wertlosen Geschöpfes willen? O Schmach! Pfui über mich!... Aber Surangama, meinst du nicht, dein König hätte doch kommen müssen, um mich zurückzuholen!