Sudarschana
Genug, genug — ich ertrag' es nicht länger! Euer Gesang hat meine Augen mit Tränen gefüllt ... Mich wandelt es an — Sehnsucht kann nie ihren Gegenstand finden — sie braucht ihn nicht zu finden. Welch lieblicher Sänger der Wildnis hat euch dies Lied gelehrt? O, daß meine Augen den sehen könnten, dessen Gesang meine Ohren gehört haben! Ach, wie ich mich sehne — mich sehne, in Liebesverzückung im Waldesdickicht des Herzens mich zu verlieren! Liebe Knaben der Waldwildnis! wie soll ich euch lohnen? Dieses Halsband ist nur aus Juwelen, aus harten Steinen gemacht — ihre Härte wird euch weh tun — ich besitze nichts dergleichen wie die Blumenkränze, die euch zieren.
Die Knaben verbeugen sich und gehen ab.
Rohini tritt auf.
Sudarschana
Ich habe nicht recht getan — ich habe nicht recht getan, Rohini. Ich schäme mich, dich zu fragen, was geschah. Ich habe jetzt eben erkannt, daß keine Hand in Wahrheit die größte der Gaben geben kann. Doch laß mich alles hören.
Rohini
Als ich dem König die Blumen gab, sah er nicht so aus, als verstünde er etwas davon.
Sudarschana