‚In den Tod‘, antwortete mein Bruder kurz.

‚Ach, sag' es mir doch‘, drängte ich. ‚Wohin will er in Wirklichkeit?‘

‚Er will sich verheiraten‘, war die etwas deutlichere Antwort.

‚Ach, wirklich!‘ sagte ich und brach in ein langes, lautes Gelächter aus.

Ich erfuhr allmählich, daß die Braut eine reiche Erbin sei, die dem Doktor ein großes Vermögen mitbringen würde. Aber warum kränkte er mich, indem er mir dies alles verbarg? Hatte ich ihn je gefleht und gebeten, sich nicht zu verheiraten, weil es mir das Herz brechen würde? Man darf den Männern nie trauen. Ich hatte in meinem Leben nur einem einzigen Manne getraut, und nun machte ich diese Entdeckung.

Als der Doktor nach getaner Arbeit hereinkam und im Begriff war aufzubrechen, sagte ich lachend zu ihm: ‚Nun Doktor, Sie wollen sich heute abend verheiraten?‘

Meine Heiterkeit brachte ihn nicht nur aus der Fassung, sie verletzte ihn auch.

‚Aber wie kommt es denn,‘ fuhr ich fort, ‚daß wir keine Illumination und keine Musikkapelle haben?‘

Er erwiderte mit einem Seufzer: ‚Ist eine Hochzeit denn ein so froher Anlaß?‘

Ich brach in ein erneutes Gelächter aus. ‚Nein, nein,‘ rief ich, ‚dies geht wirklich nicht. Hat man je von einer Hochzeit ohne Lichter und Musik gehört?‘