„Warum nicht?“
„Weil ich von Hause fortgelaufen bin.“
„Warum hast du das getan?“
„Mein Vater wollte mich zur Schule schicken.“
Es schien Dschagannath eine unnütze Geldverschwendung, solchen Knaben zur Schule zu schicken, und er sagte sich, der Vater müsse ein ganz unpraktischer Mann sein, daß er dies nicht eingesehen hatte.
„Hör' mal, mein Junge,“ sagte Dschagannath, „möchtest du wohl mit mir kommen und bei mir bleiben?“
„Meinetwegen“, sagte der Junge. Und sogleich richtete er sich bei Dschagannath häuslich ein, ohne die mindesten Bedenken, als ob das Haus der Schatten eines Baumes an der Straße gewesen wäre. Und nicht nur das. Er begann seine Wünsche in bezug auf Nahrung und Kleidung mit solcher kühlen Ruhe zu äußern, als ob er die Rechnung im voraus bezahlt hätte; und wenn irgend etwas nicht in Ordnung war, machte er sich gar kein Gewissen daraus, mit dem Alten zu zanken. Es war Dschagannath leicht genug gewesen, sein eigenes Kind im Zaum zu halten, aber jetzt, wo es sich um ein fremdes Kind handelte, mußte er die Waffen strecken.
III
DIE Leute im Dorf waren erstaunt, daß Dschagannath sich plötzlich so viel aus dem fremden Jungen machte. Sie waren sicher, daß das Ende des Alten nahe sei, und sie empfanden es schmerzlich, daß er sein ganzes Eigentum diesem hergelaufenen Schlingel vermachen würde. Wütend vor Neid hätten sie dem Knaben gern ein Leid angetan, aber der Alte hütete ihn wie seinen Augapfel.