20

An dem Tag, da der Lotos blühte, schweifte mein Geist, ach, in die Irre, und ich wußte es nicht. Mein Korb war leer, und die Blume blieb ungepflegt.

Nur dann und wann bedrängte mich Traurigkeit, ich fuhr aus dem Traum und fühlte eine süße Spur seltsamen Wohlgeruches im Südwind.

Die flüchtige Süße machte mein Herz weh vor Sehnsucht, und mir deuchte, es sei der brünstige Atem des Sommers, der seine Vollendung suchte.

Ich wußte noch nicht, daß so nah es war, daß es mein war, daß die vollkommene Süße in meines eignen Herzens Tiefe erblüht war.

21

Lichten muß ich mein Boot. Die trägen Stunden vergehen am Ufer – wehe mir!

Der Frühling verblüht und nimmt Abschied und nun mit der Bürde der welken, wertlosen Blätter harr ich und zaudre.

Die Wogen sind ungestüm und am Gestade auf schattigem Rasenhang flattern die gelben Blätter und fallen.