Ich kann nichts erkennen vor mir, wo, frage ich, liegt dein Pfad?

An welch dunklem Gestade des pechschwarzen Flusses, welch fernem Rande des dräuenden Forstes, durch welch irrvolle Tiefe des Schattens suchst du deinen Weg zu mir, mein Freund?

24

Wenn der Tag vorbei, wenn die Vögel verstummen, die Winde müde erschlaffen, dann lege den Schleier der Dunkelheit dicht über mich, wie du die Erde gehüllt hast in Decken des Schlafes und zärtlich schlossest im Dämmern die Blätter des schmachtenden Lotos.

Nimm von dem Wandrer, deß Bündel leer ist von Vorrat, ehe die Reise vollendet, dessen Kleid zerrissen und staubbeschwert, dessen Kräfte erschöpft sind, nimm von ihm Armut und Schmach, erneure sein Leben, der Blume gleich unter der Decke der gütigen Nacht.

25

In der Nacht der Ermüdung laß mich dem Schlaf ohne Kampf mich hingeben und ruhen in deinem Vertraun.

Laß den ermatteten Geist mich nicht zwingen zu armer Bereitung für deinen Dienst.