Du ziehst den Schleier der Nacht über die Augen, ermüdet vom Tage, um ihren Blick zu erneun in der frischen Froheit des Wachens.

26

Er kam und saß mir zur Seite, doch ich erwachte nicht. Welch ein verfluchter Schlaf, ich Elender, war das!

Er kam in schweigender Nacht; er hielt die Harfe in Händen und meine Träume tönten wieder seine Melodien.

Wehe, warum sind so meine Nächte verloren? Wehe, warum vermisse ich immer sein Angesicht, dessen Atem den Schlaf mir berührt?

27

Licht! O, wo ist das Licht? Entzünd es am brennenden Feuer der Sehnsucht!

Da ist die Lampe, doch weh, kein Flackern der Flamme – ist das dein Schicksal mein Herz! Dann wäre dir besser bei weitem der Tod.